Anmeldung zum Kriyayogaseminar

Es dauerte noch etwa eineinhalb Jahre, bis ich bereit war, mein altes Leben aufzugeben und mit Gottes Hilfe und Segen meinem Leben eine neue Richtung zu geben.

Ich hatte gerade in München gejobt und wohnte in der Wohnung meines Bruders, der mal wieder für Monate in Süd-Amerika unterwegs war.

Eines Feierabends ging ich durch die Türkenstraße in München und sah an einem Postverteilerkasten einen Zettel hängen: "KRIYA EINWEIHUNG". Ich dachte mir, ui, diese Buchstabenkombination hast du schon mal gesehen. Ich wußte damals nämlich überhaupt nicht, wie man Kriya oder Mahasaya ausspricht. Ein paar Zeilen weiter las ich, daß die Autobiographie von Yogananda zur Vorbereitung gelesen werden sollte. So wußte ich, daß dies genau das Kriya war, um das ich Lahiri Mahasaya gebeten hatte.

Ich brauchte noch etwa zwei Wochen, um endlich bei Hans Neukomm anzurufen, um mich für die Einweihung anzumelden. Ich hatte damals keinerlei Erfahrung mit Seminaren oder Esotherikveranstaltungen, außer, daß ich einmal eine Gruppe in Zürich besucht hatte, die von einem Volltrancemedium vermittelte Vorträge hörten. Das war eine beeindruckende Sache. Ich hatte auch davor und danach noch viele weitere Vorträge zu Hause gelesen, aber es hatte sogut wie keine Auswirkung auf mein tägliches Leben. Zumindest hatte es keine auf meinen Alkoholkonsum oder meine Leistungsbereitschaft in der Uni oder im Leben selbst.

So war ich sehr gespannt, ob nun diese Begegnung der entscheidende Wendepunkt in meinem Leben sein würde.

Ich hatte mittlerweile meine schriftliche Anmeldung abgeschickt und wartete nun, bis es 8./9. Mai '97 wurde.