Begegnung mit einem Heiligen, Lahiri Mahasaya
Eines Tages brachte mir meine Mutter die "Autobiographie eines Yogi" von Paramhansa Yogananda mit. Es war die gebundene Ausgabe aus dem Otto Wilhelm Barth Verlag von 1950. Es hat einen roten Leineneinband und ein Sanskrit-Zeichen auf dem Deckel. Das erinnerte mich an "Die Unendliche Geschichte" von Michael Ende, die ein Schlangensymbol auf rotem Leinen hat.
Hatte mich damals die Unendliche Geschichte schon begeistert und sehr berührt, hatte die Autobiographie einen entscheidenden Einfluß auf mein Leben.
Als ich davon las, dass ein Heiliger allgegenwärtig sei und Lahiri Mahasaya ein Heiliger sei, wollte ich herausfinden, ob es für mich möglich war, seine Anwesenheit zu erfahren. Das Buch machte es mir durch seine Art einfach, die Geschehnisse als Beteiligter mitzuerleben und so war es in dieser Stimmung recht einfach das Gefühl von seiner Präsenz zu erleben.
"Lahiri Mahasaya, wenn Du ein Heiliger bist, bist Du ja jetzt hier anwesend. So bitte ich dich: Wenn Kriyayoga etwas für mich ist, dann bitte mach mich bereit dafür."
Mir war damals klar, dass ich in der damaligen Verfassung nur schwerlich die Anweisungen eines Yoga-Lehrers hätte annehmen können.